Montag, den 23.8.
Heute ist für uns alle der erste Schultag, für uns genauso wie für unsere türkischen Austauschschüler!
Wir deutschen Schüler treffen uns um 8 Uhr, um noch einige wichtige Dinge zu besprechen. Um 10 Uhr empfangen wir unsere Gäste, jeder schreibt seinen Namen auf die Tafel.
Sobald alle fertig sind, teilen wir uns auf und zeigen den türkischen Schülern unsere Schule.
Bevor wir gemeinsam in die Innenstadt fahren, um einige Sehenswürdigkeiten anzusehen, essen wir noch zu Mittag in unserer Schulküche.
Wir fahren zu den Landungsbrücken, zuerst mit dem Bus und danach mit der Bahn, aber es regnet zu stark, um das geplante Programm zu starten. So überreden wir unsere Lehrerin zu einem Ausflug mit der Fähre! Später steigen wir trocken und entspannt am Dockland-Anleger[1] aus und nehmen einen Bus nach Altona. Einige von uns begleiten noch die türkischen Mitschüler zu ihrem Hotel, der Rest von uns fährt nach Hause.
Dienstag, den 24.8.
Wir treffen uns heute um 10 Uhr und fahren danach gemeinsam nach Wilhelmsburg. Dort lassen wir uns über die IBA 2013 informieren – über die Internationale Bauausstellung Hamburg, die auf den Elbinseln neue städtebauliche Konzeptionen für „eine Stadt der Zukunft“ präsentieren wird. Danach steigen wir in einen Bus, schauen uns noch einige 1960 gebaute Häuser an und gehen gemeinsam Döner essen!
Zu den Projekten der IBA Hamburg gehört auch der Umbau des 1943 gebauten Bunkers auf dem Rotenhäuser Feld, den wir noch aufsuchen, bevor wir die Rückfahrt antreten. Der ehemalige, seit Kriegsende ungenutzte Bunker soll mit einem Biomasse-Kraftwerk, einem Wasserspeicher sowie mit einer Solaranlage ausgestattet werden, um die Wohnungen in der Umgebung mit Warmwasser und Heizwärme zu versorgen.
Wir bleiben noch eine Weile dort, die Jungs spielen auf dem Bolzplatz Fußball, bis der Bus schließlich kommt und uns zum Alten Elbtunnel fährt. Wir gehen gemeinsam durch den Tunnel und trennen uns an den Landungsbrücken.
Mittwoch, den 25.8.
Für uns, Harburger Schüler, fängt der Unterricht heute normal um 8 Uhr an. Danach fahren wir zu der Technischen Universität Hamburg-Harburg und treffen dort auch unsere türkischen Mitschüler wieder. Die Dozenten der Universität empfangen uns in fünf Gruppen aufgeteilt:
GRUPPE 1 (Istanbul Lisesi maximal 25 Personen):
11:00-12:00 Experimentieren im DLR_School_Lab, Gebäude C/D, Raum C 0.017
12:00-12:55 Mittagessen in der TUHH-Mensa, Gebäude I
13:00-14:00 Studieren an der TUHH/ Begegnung mit Studierenden der TUHH, Gebäude O, Raum 0.18
GRUPPE 2 (Istanbul Lisesi maximal 25 Personen)
11:00-11:55 Mondfahrzeuge an der TUHH: Hell yeah, it’s rocket science, Gebäude O, Raum 0.18
12:00-12:55 Experimentieren im DLR_School_Lab, Gebäude C/D, Raum C 0.017
13:00-14:00 Mittagessen in der TUHH-Mensa, Gebäude I
GRUPPE 3 (Istanbul Lisesi maximal 25 Personen)
11:00-11:55 Mondfahrzeuge an der TUHH: Hell yeah, it’s rocket science, Gebäude O, Raum 0.18
12:00-12:55 Mittagessen in der TUHH-Mensa, Gebäude I
13:00-14:00 Experimentieren im DLR_School_Lab, Gebäude C/D, Raum C 0.017
GRUPPE 4 (Waldorfschulen Hamburg maximal 45 Personen)
11:00-11:55 Mondfahrzeuge an der TUHH: Hell yeah, it’s rocket science, Gebäude O, Raum 0.18
12:00-12:55 Mittagessen in der TUHH-Mensa, Gebäude I
13:00-14:00 Ingenieur werden an der TUHH/Begegnung mit Studierenden, Gebäude O, Raum 0.18
GRUPPE 5 (Waldorfschulen Hamburg maximal 45 Personen)
11:00-11:55 Perspektive Technik – Ingenieur werden an der TUHH, Gebäude H, Raum 0.09
12:00-12:55 Mittagessen in der TUHH-Mensa, Gebäude I
13:00-14:00 Mondfahrzeuge an der TUHH: Hell yeah, it’s rocket science, Gebäude H, Raum 0.09
Wir sind auf das Experimentieren im „School-Lab“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zwar schon sehr gespannt und würden am liebsten alle (152 Schüler + 8 Lehrer) in die Laborräume hineinspazieren. Mit einer so großen Gruppe ist es natürlich nicht an einem Tag möglich. So geben wir unseren Mitschülern aus Istanbul den Vortritt, die von einem Absolventen ihrer Schule freudig begrüßt und durch das gesamte Programm begleitet werden. Unsere Gruppe hört derweil einen Vortrag über ein Forschungsprojekt an, das sich mit der Entwicklung eines Mondfahrzeuges befasst, das – wenn alles gut geht – 2012 ins All starten soll!
Danach dürfen wir alle in der Mensa essen. Zum Schluss erhalten wir noch Informationen über das Ingenieurstudium an der TU Harburg und fahren um 14 Uhr nach Hause.
Donnerstag, den 26.8.
Keine Ausflüge! Die türkischen Schüler erhalten während unseres „Hauptunterrichts“ einen extra für sie eingerichteten Deutschunterricht. Sie werden auf drei Klassen aufgeteilt und nehmen danach an unserem normalen Fachunterricht teil. In der Musikstunde bringen wir unseren Gästen das Lied “Was wollen wir trinken” bei. (Sie fanden es so gut, dass sie es noch die nächsten Tage immer vor sich hin summten!)
Um 13 Uhr beginnen dann unsere gemeinsamen Kunstprojekte. Wir teilen uns in drei Gruppen auf: Fotografieren, Trommeln und Zeichnen. Um 15 Uhr haben wir Schluss und fahren danach mit dem Bus nach Hause.
Freitag, den 27.8.
Auch heute erhalten unsere türkischen Mitschüler zuerst ihren eigenen Deutschunterricht, wir unseren „HU“. Es folgen gemeinsame Fachunterrichte, eine Pause, das Mittagessen. Am Nachmittag geht es weiter mit unseren künstlerischen Projekten. Beim Fotografieren (das ist meine Gruppe) sollen wir eine Person aus zwei von drei möglichen Perspektiven fotografieren. Dieses gelingt uns schnell und so können wir ein bisschen früher nach Hause gehen …
Farina (+ Red.)
[1] genannt nach einem futuristischen Bürohaus am Altonaer Fischereihafen, das wie der Bug eines Schiffes aussieht